Anonymer Meldekanal: Ist es schwer, die Interessenträger zu überzeugen?

Manchmal scheuen Organisationen davor zurück, einen anonymen Meldekanal einzurichten. Warum? Sie befürchten „zu viele“ oder „falsche“ Meldungen. Damit sollte das Thema allerdings nicht ad acta gelegt werden. Die Zeiten ändern sich. Bedenken Sie Folgendes:

  • Die Gesellschaft fordert höhere Transparenz: Denken Sie an Panama Papers und WikiLeaks.
  • Unternehmenswerte werden neu überdacht: Goodbye „Aktionäre haben Vorrang“ und Hallo „Menschen haben Vorrang“.
  • Wie Bewegungen wie #metoo und die Annahme der europäischen Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern demonstrieren, nimmt die freie Meinungsäußerung mittlerweile zu.
  • Es ist von entscheidender Bedeutung, die Kontrolle über Fehlverhalten zu haben: Ein anonymer Meldekanal ermöglicht selbst Arbeitnehmern, die Angst haben, frei ihre Meinung zu äußern, ihre Anliegen zur Sprache zu bringen. Er bietet Ihrer Organisation außerdem die Gelegenheit, die Verantwortung zu übernehmen und angemessen zu handeln.
  • Ein Meldesystem für Fehlverhalten schafft Mehrwert: besseres CSR-Rating (und somit höherer Aktienwert).
  • Skandale beherrschen die Medien: Sie möchten bestimmt nicht in den Morgenzeitungen von schwerwiegendem Fehlverhalten in Ihrer Organisation erfahren. Über die sozialen Medien können sich Boykotte innerhalb weniger Minuten wie ein Virus ausbreiten.
  • Und nach den Medien stehen Strafverfolgungsbehörden vor der Tür: Schlechte Presse und Geldstrafen können den Untergang bedeuten.
  • Lassen Sie den Worten Taten folgen: Die Einführung eines effektiven Meldesystems ist ein Beweis dafür, dass Ihre Organisation nicht nur „schön daherredet“, sondern richtig handelt.

Selbst wenn Sie „zu viele“ oder „falsche“ Meldungen erhalten, irgendetwas läuft offensichtlich schief in Ihrer Organisation …

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